Öfter mal blinzeln


Augen zu und durch ist nichts für Katzen. Sie zeigen mit den Augen bei der Begegnung mit anderen ganz genau ihre Stimmung an. Wen sie nicht mögen, den fixieren sie starr. Wen sie kennen und lieben, den begrüssen sie sofort mit einem Nasenküsschen. Andere Katzen, bei denen sie unsicher sind, vor denen sie Angst haben oder denen sie ihre Friedlichkeit zeigen wollen, blinzeln sie an.

Warum ausgerechnet die Dreifarbenkatzen  Glückskatzen genannt werden und nicht andersfarbige?


Weil die Torties oder Schildplattkatzen, wie sie korrekt heissen, die seltenste Fellfarbe überhaupt haben. Denn zu 99% weisen nur weibliche Tiere diese Fellfarbe auf.

Dreifarbige Kater sind ( eigentlich) eine Mutation, denn sie tragen drei Geschlechts - Chromosomen: zweimal x für weiblich und einmal y für männlich.


Schlafgewohnheiten

 

Über die Hälfte aller Katzen finden schlafende Menschen unwiderstehlich und legen sich dazu- auf die Couch oder ins Bett. Ein weiteres Viertel besucht die schlafenden Menschen ab und zu und trollt sich dann wieder. Einen andern Platz suchen sich nur wenige. Entweder, weil sie keinen Zugang zum Schlafraum haben oder weil es ihnen im Bett zu heiss wird.


Weiberherrschaft

 

In der Katzenwelt haben die Frauen immer  das Sagen. Ob kastriert oder nicht, wenn die Tiere in einer Gruppe leben, kristallisiert sich schnell eine "Herrscherin"heraus, die die besten Plätze für sich beansprucht und Raffinesse gegen Körperkraft einsetzt. Besonders anstrengen müssen die Kätzinnen sich nicht, die Kater stellen sich selten quer und kabbeln sich lieber mit dem eigenen Geschlecht.

Lieber eine oder zwei Katzen?

 

Nicht immer sind zwei Katzen doppeltes Glück. Freilaufkatzen sind oft lieber "einziges Kind" im Haus. Auch reine Wohnungskatzen geniesen ihr Dasein als Mittelpunkt, wenn praktisch immer jemand zu Hause ist. Wenn eine Wohnungskatze dagegen sehr viel allein sein muss, schätzt sie kätzische Gesellschaft. In solchen Fällen ist es am besten, gleich zwei Tiere anzuschaffen uns sich so das Aneinandergewöhnen zu ersparen.

Das Wasser im Mäulchen

 

Keckern heisst es in der Fachsprache, das schnelle schnatternde Aufeinanderschlagen der Zähne mit erregtem Zungenschlag und gleichzeitigem Peitschen des Schwanzes. Katzen zeigen es, wenn Beute aufreizend in ihrem Blickfeld bleibt, aber für sie unerreichbar ist.So wie es beim Anblick oder Duft einer Leckerei das Wasser im Mund zusammenläuft, geschieht dies auch bei der keckernden Katze.

Liebe auf den ersten Blick

 

Sie ist zugegeben selten, aber es gibt sie, vor allem bei Katzen, die noch nie alleine gelebt und ihren Katzenpartner verloren haben.Bei ihnen überdeckt das Bedürfnis nach vierpfötiger Gesellschaft die natürliche Verteidigungsbereitschaft gegenüber einem fremden Eindringling, und sie zeigen dem Neuling gegenüber verhaltene Freundlichkeit. Was diesen, der noch keine Orientierung hat, zur Annäherung anspornt.

Ich war soo alleine

 

Fast 80% aller Wohnungskatzen schaffen es, uns Glück zu schenken und gleichzeitig ein schlechtes Gewissen zu machen, indem sie uns mit überschwänglichem Entzücken bei unserer Heimkehr begrüssen. Sie vermitteln den Eindruck, als hätten sie die gesamte Zeit unserer Abwesenheit sehnsüchtig auf uns gewartet.

Stimmt aber nicht: Die meisten Katzen schlafen wenn ihre Menschen weg sind.

Maneki Neko

 

Maneki Neko heisst der japanische Glücksbringer, der bis heute vor vielen japanischen Restaurants und Hotels Besucher willkommen heisst. Übersetzt bedeutet das "winkende Katze". Die modernen Nekos sind aus Porzellan, Ton oder bemaltem Glas, in sitzender Position, mit einer erhobenen( winkenden)Pfote.

Freundschaftsbeweise

Das Putzen einer anderen Katze an den Stellen, an die sie nur schlecht selbst kommt, ist eine Geste des Vertrauens und der Freundschaft, kann aber auch ein Friedensangebot sein. Durch das Putzangebot gibt eine Katze der anderen zu verstehen, das sie keine bösen Absichten hat. Umgekehrt beweist die Geputzte ihr Vertrauen, indem sie eine fremde Zunge an gefährdete Körperstellen lässt.

Tricolor, Schildplatt, Tortie?

Tricolorkatzen sind dreifarbige Tiere, deren Fell rot -schwarz - weiss oder blau- crem- weiss ist. Schildplattkatzen, die nach dem englischen Tortoise- Shell ( Schildkrötenpanzer) auch Tortie- Katzen genannt werden, müssen nicht unbedingt Weiss im Fell haben, sondern zeigen ein schwarz - rot- braun, bzw. blau - cremefarbig gemustertes Haarkleid. In Japan heissen die Tricolor Katzen Mi Ke: drei Felle.

Ein Kater ist immer dabei

Katzen- Nachwuchs, der ausschliesslich aus Katern besteht ist zwar selten, aber es gibt ihn. Dass eine Katzenmutter aber nur Töchtern das Leben schenkt scheint ausgeschlossen. Forscher glauben, dass, wie auch bei anderen Tieren, eines der ungeborenen im Mutterleib hormonell umprogrammiert wird, sodass im sonst rein weiblichen Wurf immer mindestens ein Kater entsteht.

Drei Farben bringen Glück

Nicht von ungefair gelten in Asien und Europa dreifarbige Katzen als Glücksbringer. Denn wenn sie nicht gezielt gezüchtet werden, gibt es sie ganz selten, und wenn, sind sie immer weiblich. Fellfarben werden nämlich über das X- Chromosom weitergegeben, von dem nur die Weibchen zwei besitzen.Und nur wenn auf einem das Orange- Gen und auf dem anderen das Schwarz- Weiss- Gen sitzt, hat das Fell drei Farben.