Das akustische Repertoire der Katzen reicht vom wohligen Schnurren und Zetern bis zum Knurren und Fauchen. Nach Meinung von Verhaltensforschern umfasst das Katzenvokabular sechzehn verschiedene, für den Menschen erkennbare Laute, die wiederum in drei kategorien einzuordnen sind: PLAUDERTÖNE, RUFSIGNALE und ERREGUNGSLAUTE.

 

Zu den PLAUDERTÖNEN gehört das Schnurren und sanfte miauen, das eigentlich immer bedeutet, das die Katze sich wohlfühlt. Sehr vie differenzierter und vor allem in der Lautstärke je nach Rasse sehr unterschiedlich sind die RUFSIGNALE, durch die sich die Katze mit dem Menschen verständigt. Wer genau hinhört, wird anhand der Länge und Tonlage des Miauens erkennen, ob es sich um begrüßung, Enttäuschung, Aufforderung zum Spiel oder Füttern, Ärger, Protest oder eine Warnung handelt. In die dritte Kategorie gehören das Fauchen und Knurren, das eine Katze meist nur gegenüber anderen Tieren vernehmen lässt. Wenn ihre Katze schnatternd wie eine Gans auf der Fensterbank oder vor der geschlossenen Balkontür sitzt, hat sie vermutlich eine Fliege oder einen Vogel im Visier und erkennt, dass die Beute unerreichbar ist. Wenn sie ihre Katze genau beobachten und ihr zuhören, werden sie ihre Sprache schnell erlernen. Sie ersparen sich damit Missverständnisse, die manchmal schmerzhafte Folgen haben können.