Wenn die Katze Ihnen mit hoch erhobenem Schwanz entgegenkommt, schnurrend um ihre Beine schleicht und Sie mit dem Kopf anstupst, ist sie zufrieden und hat nur einen Wunsch: Sie möchte gestreichelt werden. Das Anstupsen ist mit einem " Kuss" vergleichbar, den Ihnen ihr Samtpfötchen noch viel lieber in Eskimoart von Nase zu Nase gibt.
Der grösste Liebesbeweis und zugleich Aufforderung zum Streicheln sind das Köpfchengeben und das "Treteln", wenn die Katze wohlig im Schoß oder auf dem Bauch ihres Menschen liegt. Beim " Treteln" bewegt die Katze rhythmisch ihre Vorderbeine mit gespreizten Pfoten, fährt ihre Krallen aus und zieht sie wieder ein, bevor sie sich dann so richtig gemütlich einkuschelt.
Mit diesem "Treteln" hat die Katze im Babyalter die Brust der Mutter bearbeitet, um den Milchfluss anzuregen. Man spricht daher auch von " Milchtritt". Ihn praktiziert sie bis ins hohe Alter, was der Mensch durchaus nicht immer als angenehm empfindet. Das manchmal recht langwierige " Treteln", für die Katze ein zeichen des Wohlbehagens, kann für den Menschen nämlich recht schmerzhaft sein. Am besten wappnet man sich durch entsprechende Kleidung.


